Sie als Unternehmer treffen täglich Entscheidungen unter Unsicherheit. Märkte verändern sich, Technologien entwickeln sich rasant, Anforderungen wachsen. Die Frage ist längst nicht mehr, ob Risiken bestehen, sondern, welche davon heute wirklich entscheidend sind und wie Sie sich darauf vorbereiten.

Genau hier setzt das Allianz Risk Barometer 2026 an. Die jährlich veröffentlichte Studie bündelt die Einschätzungen von über 3.000 Risikoexperten aus fast 100 Ländern. Befragt werden Versicherer, Risikomanager, Berater und Unternehmensvertreter aus unterschiedlichsten Branchen und Unternehmensgrößen. Das Ergebnis ist kein theoretisches Szenario, sondern ein realistisches Stimmungsbild: Welche Risiken werden aktuell als besonders relevant wahrgenommen und welche gewinnen deutlich an Bedeutung.

Auch wenn die Erhebung weltweit erfolgt, lassen sich daraus sehr konkrete Rückschlüsse für Unternehmen in Deutschland und dem DACH-Raum ziehen.

Die größten Risiken für Unternehmen in Deutschland

Laut Allianz Risk Barometer 2026 sehen Unternehmer in Deutschland vor allem diese fünf Risiken:

  1. Cybervorfälle
  2. Betriebsunterbrechungen
  3. Gesetzliche und regulatorische Veränderungen
  4. Künstliche Intelligenz
  5. Naturereignisse

Auffällig ist weniger die Reihenfolge als das Zusammenspiel dieser Risiken. Viele Entwicklungen sind miteinander verknüpft und wirken nicht isoliert, sondern verstärken sich gegenseitig.

Warum dieser Bericht für KMU besonders relevant ist

Große Konzerne verfügen oft über eigene Risikoabteilungen, Notfallpläne und umfangreiche finanzielle Puffer. Kleine und mittlere Unternehmen hingegen müssen Risiken häufig parallel zum Tagesgeschäft managen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig zu erkennen, wo sich neue Gefahren aufbauen.

Das Allianz Risk Barometer hilft genau dabei: Es zeigt, welche Themen aktuell unterschätzt werden und wo Unternehmen Gefahr laufen, von der Realität eingeholt zu werden. Ein Risiko sticht dabei besonders hervor – weil es neu, dynamisch und noch nicht klar geregelt ist.

KI-Risiken: Das neue Unsicherheitsfeld im Unternehmensalltag

Künstliche Intelligenz hat sich in vielen Unternehmen still und leise etabliert. Sie wird genutzt für Produkt- und Qualitätsüberwachung, Datenanalysen, Prognosen, Prozessautomatisierung oder im Kundenservice durch Chatbots. Was lange als reiner Effizienzgewinn galt, wird nun zunehmend als Risiko wahrgenommen.

Das Risk Barometer zeigt drei zentrale Problemfelder:

Operative Risiken

KI-Systeme arbeiten datenbasiert. Sind diese Daten unvollständig, verzerrt oder falsch, entstehen fehlerhafte Ergebnisse. Wird KI in zentrale Prozesse eingebunden, können solche Fehler unmittelbare Auswirkungen auf Qualität, Lieferfähigkeit oder Entscheidungsgrundlagen haben.

Rechtliche und organisatorische Unsicherheit

Viele Unternehmen wissen noch nicht, wer intern verantwortlich ist, wenn KI falsche Empfehlungen gibt oder Schäden verursacht. Gleichzeitig entwickeln sich gesetzliche Vorgaben rasant weiter – mit neuen Haftungs- und Dokumentationspflichten.

Vertrauen und Reputation

Manipulierte Inhalte, Deepfakes oder automatisierte Fehlkommunikation können Vertrauen bei Kunden, Geschäftspartnern oder Banken nachhaltig beschädigen.

KI ist damit kein reines IT-Thema mehr, sondern eine unternehmerische Fragestellung.

Was Sie jetzt konkret tun können

Der Bericht macht deutlich: Es geht nicht darum, KI zu vermeiden. Entscheidend ist ein bewusster, strukturierter Umgang.
Konkrete Ansatzpunkte sind zum Beispiel:

  • Bestandsaufnahme: Wo wird in Ihrem Unternehmen KI eingesetzt? Welche Tools, Anwendungen oder externen Systeme kommen zum Einsatz?
  • Risikoeinschätzung: Welche Prozesse wären besonders kritisch, wenn KI fehlerhaft arbeitet oder ausfällt?
  • Klare Regeln: Definieren Sie Richtlinien, wofür KI genutzt werden darf und wofür nicht.
  • Schulungen: Sensibilisieren Sie Mitarbeiter für Chancen, Grenzen und Risiken von KI.
  • Notfall- und Eskalationspläne: Legen Sie fest, wie bei Manipulationen, Sicherheitslücken oder Fehlentscheidungen vorzugehen ist.
  • Absicherung: Prüfen Sie, welche finanziellen Sicherheitsnetze greifen, wenn es trotz aller Vorsicht zu Schäden, Ausfällen oder Forderungsausfällen kommt.

Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Dabei entscheidet er im Ernstfall über Liquidität und Existenzsicherheit.

Unser Ansatz bei der MKM Group

Genau an dieser Schnittstelle aus Risiko-Resilienz und Liquiditätsschutz begleiten wir Unternehmen bei der MKM Group. Wir betrachten Risiken nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Zahlungsströmen, Forderungen und finanzieller Stabilität.

Unser Ziel ist es, Ihnen Orientierung zu geben, bevor Risiken zur Belastung werden und Lösungen zu entwickeln, die Ihr Unternehmen handlungsfähig halten.

Wenn Sie sich intensiver mit den Ergebnissen des Allianz Risk Barometers auseinandersetzen oder prüfen möchten, wie gut Ihr Unternehmen auf neue Risiken wie KI vorbereitet ist, laden wir Sie zu einem unverbindlichen Erstgespräch ein. Über die Terminbuchung auf unserer Website können Sie unkompliziert Kontakt aufnehmen.

Denn vorausschauendes Risikomanagement beginnt mit Klarheit und mit dem richtigen Partner an Ihrer Seite.

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